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Beate Raudies, MdL: "NS-Unrecht darf nicht vergessen und totgeschwiegen werden!"

Veröffentlicht am 28.05.2014, 17:57 Uhr     Druckversion

Kürzlich traf sich die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies mit Mitgliedern des Quickborner Träger-und Fördervereins „Henri-Goldstein-Haus“ am Gelände des Torfwerks im Himmelmoor in Quickborn. Die Elmshorner Politikerin wollte sich über die Arbeit des Vereins informieren.

Manfred Maier, Sabine Schäfer-Maniezki, Peter Gudelius, Matthias Willwater sowie Christina Lefebvre und Jens-Olaf Nuckel befassen sich mit einem dunklen Kapitel in Quickborns Geschichte. Denn auf dem Torfwerksgelände waren im so genannten Rotsteinhaus während des Zweiten Weltkriegs 53 jüdische Kriegsgefangene aus Belgien und Frankreich interniert, die im Moor zum Torfstechen gezwungen wurden. „Die Existenz des Lagergebäudes sowie die unmenschlichen Haft- und Arbeitsbedingungen wurden totgeschwiegen“, berichtete Jens-Olaf Nuckel der Abgeordneten während des Rundgangs. Er und die anderen Vereinsmitglieder wollen allerdings nicht, dass die Schrecken des Nationalsozialismus in Vergessenheit geraten. Anhand der Erinnerungen eines Überlebenden, des mittlerweile 85 Jahre alten Belgiers Henri Goldstein, der ein Buch über seinen Zwangsaufenthalt im Rotsteinhaus unter dem Titel "La descente en enfer" - Der Abstieg in die Hölle - geschrieben hat, gelang es den Vereinsmitgliedern, eine Dokumentation (Kriegsgefangenen-Arbeitskommando 1416, erschienen im Wachholtz-Verlag) über den brutalen Lageralltag zu erstellen. „Wir wollen uns dafür einsetzen, dass das Rotsteinhaus als Mahnmal und Gedenkstätte bestehen bleibt und die Räume so hergerichtet werden, wie sie 1944 ausgesehen haben“, so Manfred Maier. Wenn es nach den Plänen des Vereins geht, soll das Haus auch Veranstaltungszentrum für Aktionen gegen Fremdenhass und Rassismus werden. Bereits im vergangenen Jahr ist das Rotsteinhaus unter Denkmalschutz gestellt worden. Gebäude und Gelände befinden sich im Besitz des Landes. Beate Raudies zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Fördervereins. „Es ist selten, dass es in Schleswig-Holstein komplett erhaltene Gebäudeensembles gibt, die uns noch heute einen Eindruck vom Unrecht vermitteln, das den Menschen damals angetan wurde. Es ist wichtig, dass auch künftige Generationen erfahren, was sich hier abgespielt hat.“ Die Elmshorner Politikerin wird sich beim Ministerium für Kultur nach Fördermöglichkeiten für den Verein erkundigen und das Anliegen der engagierten Mitglieder aus Quickborn und Hasloh vorstellen.

 

Homepage: Beate Raudies, MdL


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