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Mehr Demokratie wagen. Diskussionsabend zur Jugendbeteiligung

Veröffentlicht am 21.01.2014, 01:14 Uhr     Druckversion

Eine Institutionalisierung im Sinne eines Kinder-und Jugendbeirats oder Vergleichbarem (Jugendparlament, Jugendkomitee) ersetzt nicht die fortwährende und flexible Auseinandersetzung mit Jugend- und Kinderthemen. Realistisch betrachtet befindet sich die Umsetzung des Gedanken des § 47f GO S-H noch in einer Experimentierphase.

Daraus folgt, dass weiterhin ein zweigleisiger Weg gegangen werden sollte. Nicht an jedem Ort ist die Einrichtung eines Kinder-und Jugendbeirats die beste Lösung. Vielmehr müssen sich im Prozess „Best-Practice-Beispiele“ herausbilden, die dann an die örtlichen Bedürfnisse angepasst werden müssen.

Mit der Erarbeitung tragfähiger Konzepte für Kinder- und Jugendbeteiligung ist ein erheblicher finanzieller und personeller Aufwand verbunden. Wichtig ist vor allem, dass möglichst viele Gruppen die Kinder- und Jugendarbeit leisten, mit eingebunden werden, wenn es um Meinungsbildung und Personalfindung geht. Insbesondere Diejenigen, die nicht in der Lage sind sich selbst für ihre Belange einzusetzen, müssen mitgenommen werden. Dabei ist eine engmaschige Vernetzung wichtig.

Stellungnahme der Jusos

Die Jusos fordern, dass sich Kreis und Kommunen auf ein Konzept einigen, wie sie den Grundgedanken des § 47f GO S-H umsetzen können. Dabei muss das Ziel sein, Strukturen zu schaffen, die einen vielfältigen, kontinuierlichen und professionell begleiteten Meinungsfindungsprozess bei Kindern und Jugendlichen gewährleisten. Auch eine regelmäßige Evaluation und Fortbildungsangebote für Verwaltung und Mitglieder von Kinder-und Jugendvertretungen sollten bei diesem Konzept berücksichtigt werden. Dabei ist ein enger Schulterschluss mit allen gesellschaftlichen Gruppen wichtig.

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg